Ein freigegebener Standort, ein begrenzter Spielraum
Für eine Verpackung Ihres Lieferanten haben Sie einen Produktionsstandort freigegeben. Dieser Standort ist auf bestimmte Mengen und Termine ausgelegt. Wird eine Bestellung größer als geplant oder ein Termin eng, kann er an seine Grenzen kommen, auch wenn Ihr Lieferant weitere Werke betreibt.
Ein weiterer freigegebener Standort kann das auffangen. Er bedeutet aber auch Arbeit: Audit, Change Control, Muster, Validierung.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob ein weiterer Standort gut wäre, sondern ob der Nutzen für Ihr konkretes Produkt den Aufwand überwiegt.
Diese Seite zeigt, worauf es dabei ankommt: Nutzen, Aufwand und ein Praxisbeispiel.
Ob sich der Aufwand lohnt, hängt an zwei Fragen:
Was bekommen Sie dafür?
Und wie viel komplizierter wird Ihr laufender Betrieb?
Was Sie bekommen: Bei geeigneten Produkten können Sie Aufträge auf einen weiteren Standort legen, wenn Ihr Bedarf schwankt oder ein Termin knapp wird. Ist ein geeignetes Produkt früh freigegeben, ist die Option da, wenn Sie sie brauchen, und nicht erst, wenn ein Standort ausfällt.
Was nicht komplizierter werden soll: Strategische und kommerzielle Themen bleiben bei Ihrem zentral verantwortlichen Key Account. Lokale Ansprechpartner kommen nur dazu, wenn Sie sie brauchen. Und Faller ergänzt Ihre Multi-Supplier-Strategie, es ersetzt sie nicht.
Faller Packaging fertigt an acht Standorten in vier Ländern. Welche Werke für Ihr Produkt infrage kommen, hängt von Spezifikation, Volumen und Versorgungssituation ab und davon, welche Standorte Sie freigegeben haben. Unser Standort in Gebesee fertigt sowohl Faltschachteln als auch Packungsbeilagen und steht deshalb in beiden Listen.

1 spezialisierter Standort für Haftetiketten
Am Standort Schopfheim produziert Faller Packaging unter anderem mehrlagige Etiketten, Verschlussetiketten, Dokumentationslösungen und Etiketten mit Sicherheitsmerkmalen.
Bei Haftetiketten gibt es im Netzwerk derzeit einen Standort. Die Frage nach einem weiteren Standort stellt sich daher vor allem bei Faltschachteln und Packungsbeilagen.
Wir haben 36 Entscheidungsträger und Fachleute aus der Verpackungsbeschaffung in ganz Europa interviewt, aus Big Pharma, CDMO, Consumer Health, Spezialpharma und Medizintechnik. Sie bewerteten auf einer Skala von 1 bis 5, wie wichtig verschiedene Kriterien sind, wenn ein Unternehmen erwägt, einen zusätzlichen Standort eines bestehenden Lieferanten zu qualifizieren.
Das wichtigste Ergebnis: Die meisten Befragten lehnen einen zusätzlichen Standort nicht grundsätzlich ab. Ob sie ihn freigeben, hängt davon ab, ob der erwartete Nutzen den empfundenen internen Aufwand übersteigt. Die größte Hürde ist der Freigabeaufwand, vor allem interne Qualitätssicherung, Change Control und knappe Kapazitäten.
Drei Kriterien entscheiden, ob sich der Aufwand lohnt:
Ein großer internationaler Pharmahersteller mit Sitz in Deutschland benötigt regelmäßig hohe Volumen an Faltschachteln und Packungsbeilagen. Bei kurzfristigen Bedarfsschwankungen und engen Terminen stieß die Versorgung über einzelne Standorte an Grenzen.
Was der Kunde getan hat: Auf Basis von Kundenaudits gab er mehrere Faller-Werke frei. Danach konnten Aufträge je nach Bedarf und Auslastung im Netzwerk geplant werden.
Was für den Kunden gleich blieb: eine Bestelladresse, ein zentraler Ansprechpartner, eine einheitliche Debitorenstruktur und ein einheitliches Layout der Dokumentation.
Was sich verändert hat: mehr Spielraum bei großen Mengen und engen Terminen, ohne zusätzliche Schnittstellen. Das entspricht der Bedingung, die die Befragten nennen: klare zentrale Verantwortung.
Warum hier keine Kennzahlen stehen: Ein Kunde benötigt 5.000.000 Standardfaltschachteln, ein anderer 250.000 Sonderkonstruktionen mit Inlay. Material, Maschinen und Know-how unterscheiden sich völlig. Eine pauschale Zahl zu Freigabedauer oder Lieferperformance würde deshalb keinem der beiden gerecht. Wie es für Ihr Produkt aussieht, klären wir gemeinsam mit Ihnen.
Für welches Ihrer Produkte lohnt sich ein weiterer Standort?
Das prüfen wir gemeinsam mit Ihnen, für ein Produkt Ihrer Wahl:
Welcher Standort ist technisch geeignet?
Welcher Nutzen ist realistisch, bei Versorgungssicherheit, Lieferzeit und Kosten?
Welcher Freigabeaufwand kommt auf Sie zu?
Damit haben Sie eine Grundlage für Ihren internen Business Case.
Sprechen Sie mit Ihrem Faller-Ansprechpartner. Sie haben noch keinen? Dann melden Sie sich direkt bei uns:
FAQ zu Versorgungssicherheit und Produktionsnetzwerken
Eine Freigabe lohnt sich, wenn der erwartete Nutzen den internen Qualifizierungs- und Umstellungsaufwand rechtfertigt.
Mögliche Nutzenfaktoren sind eine robustere Versorgung, zusätzliche Planungsoptionen, geografische Nähe, positive Kosteneffekte oder eine bessere Lieferperformance. Auf der Aufwandsseite stehen unter anderem Audits, Change Control, Muster, Validierung und gegebenenfalls Linienversuche.
Unsere Kunden- und Branchenbefragung zeigt, dass genau diese Kosten-Nutzen-Abwägung die Offenheit für zusätzliche Produktionsstandorte wesentlich beeinflusst.
Unsere Befragung zeigt: Genau diese Kosten-Nutzen-Abwägung beeinflusst wesentlich, wie offen Unternehmen für einen zusätzlichen Standort sind. Stellen Sie deshalb vor Beginn der Freigabe einen Business Case für Ihr Produkt und Ihre Versorgungssituation auf. Die Antworten zu Standort, Nutzen und Aufwand erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen.
Nein. Die Standorte verfügen über unterschiedliche technische Schwerpunkte, Produktspektren und Fertigungsmöglichkeiten.
Zusätzlich müssen Produktspezifikation, Maschinengängigkeit, Mengen, Qualitätsanforderungen und kundenseitige Freigaben berücksichtigt werden.
Faller Packaging prüft daher für jedes Produkt, welche zusätzlichen Produktionsoptionen technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind.
Ein Produktionsnetzwerk bedeutet nicht automatische Austauschbarkeit, sondern die Möglichkeit, geeignete Alternativen gezielt vorzubereiten.
Mehrere freigegebene Standorte können zusätzliche Handlungs- und Planungsoptionen schaffen. Das ist insbesondere bei großen Volumen, Bedarfsschwankungen, kurzfristigen Terminanforderungen oder erhöhten Anforderungen an die Versorgungssicherheit relevant.
Die tatsächlichen Vorteile unterscheiden sich jedoch von Produkt zu Produkt.
Zusätzliche Standorte garantieren weder automatisch kürzere Lieferzeiten noch jederzeit verfügbare Zusatzkapazität. Ihr Wert liegt darin, dass bei geeigneten Produkten mehr operative Möglichkeiten vorhanden sind als bei einer Versorgung über nur einen Standort.
Wir beginnen mit einer produktbezogenen Prüfung: Welcher Standort ist technisch geeignet? Welcher Nutzen ist realistisch? Welcher Freigabeaufwand kommt auf Sie zu?
Danach strukturieren wir gemeinsam mit Ihnen, was für Audit, Qualifizierung, Muster, Validierung und operative Umstellung nötig ist.
Erfahrungen aus bereits realisierten Freigaben zeigen: Es kann helfen, die beteiligten Fachbereiche früh einzubinden und die Freigabe intern mit konkretem Nutzen für Ihr Unternehmen zu begründen.
Ob ein Standort tatsächlich geeignet ist und freigegeben werden kann, muss für Ihr Produkt und Ihre Situation geprüft werden.
Faltschachteln werden bei Faller Packaging in Waldkirch, Gebesee, Łódź, Hvidovre und Horsens gefertigt.
Packungsbeilagen werden in Binzen, Gebesee und Debrecen produziert.
Die Standorte unterscheiden sich in ihren Fertigungsschwerpunkten, beispielsweise bei Standardprodukten, Sonderkonstruktionen, Veredelungen sowie verschiedenen Falz- und Outsert-Formen.
Welcher Standort für ein konkretes Produkt geeignet ist, muss anhand der Produktspezifikation, der benötigten Menge, der technischen Anforderungen und der Versorgungssituation geprüft werden.





